Hoch die Hörner auf der größten norddeutschen Gartenparty

Die Sonne strahlte, die Autos waren gepackt und der Wecker gestellt. Denn von Mittwoch den 22.06. bis Sonntag den 26.06.2022 konnte nach 2 Jahren Festivalpause endlich wieder ein Hörnerfest in Brande-Hörnerkirchen stattfinden. Die Vorfreude war riesig, endlich konnte wieder ein Festival unter normalen Bedingungen stattfinden und zudem gab es noch einen extra Tag obendrauf.

Bereits am Mittwoch früh morgens reisten die ersten Festivalfreunde an, denn für nur 10€ mehr, gab es einen ganzen Tag mit Gleichgesinnten, Campen, leckerem Essen und Live-Musik vom Rattenpack. Stück für Stück wurden auch die Mittelalterstände und Heerlager aufgebaut, so dass es am Abend noch mehr zu stöbern gab. Die erste Nacht endete nach sehr vielen Gesprächen in verschiedenen Lagern und mit neuen Bekannten im Morgengrauen.

Am Donnerstag war es schon früh morgens sehr warm, weshalb die Campsite ebenfalls früh wach wurde. Zudem füllte sich der Platz heute mit vielen Neuankömmlingen, so dass es sich richtig nach Festival anfühlte. Mit dem Bier oder Cider in der Hand wurde der Vormittag genutzt, um über die Campsite zu gehen, neue Leute und alte Bekannte zu begrüßen. Das Hörnerfest ist wie eine große Familie, alle sind herzlich, nett und offen für neue Bekanntschaften. Es fühlt sich an, als würde man sich irgendwie schon ewig kennen, selbst wenn man sich vor Ort das erste Mal sieht.

Um 15 Uhr spielten Skaldenmet als erste Band direkt mit härteren Klängen auf, wer noch nicht wach wurde, wurde es jetzt. Danach kamen Bloody Tyrant eine fantastisch aussehende koreanische blackmetal Band. Es ist kaum zu glauben, dass aus einer so zarten Sängerin so eine Stimme heraus kommen kann. Katja Moslehner, die ex Sängerin von Faun besänftigte die Menge danach mit ihren Klängen, bis es in der Abendzeit dann mit Heimataerde und Knasterbart weiter ging. Denn da tobte die Menge nicht nur, es gab sogar die ersten Mosh- und Circlepits. Die Fans sorgten für großartige Stimmung, wirbelten den Boden auf und zeigten sich von ihrer Textsicheren Seite.
Nach einer kurzen Erfrischungspause mit Met, Kirschbier und Pommes ging es schließlich mit Ingrimm und Grima durch die Nacht. Die strahlenden und zufriedenen Gesichter der Besucher zeigten, wie sehr sie diesen ersten Abend genossen hatten und dass es ihnen gefehlt hatte. Kaputt und glücklich verzogen sich die Besucher stück für Stück in ihre Zelte und Wohnwagen, denn die Nacht würde kurz werden.

Wie vermutet schien auch am Freitag die Sonne schon recht früh, wodurch sich die Zelte erwärmten und die ersten Besucher bereits um 8 Uhr zum Marktplatz wanderten, um einen Kaffee und leckere Brötchen zu ergattern. Der heutige Tag versprach metalliger und vor allem piratiger zu werden, so wurde sich mit Rum eingestimmt.

Es ging sanfter los mit Mandragora Thuringia und danach folgte Fuchsteufelswild, zwei Bands die aus meiner Sicht viel Potenzial haben. Aufgrund der Hitze schafften es leider nicht ganz so viele Zuschauer zu dieser frühen Morgenstunde vor die Bühne. Dies änderte sich im Verlauf des Mittags auch nicht sonderlich, es kamen zwar mehr zu Stormseeker und Zywiolak doch die große Menge kam erst zur kühleren Abendsstunde als dann auch Ragnaröek und Pat Razket die Bühne stürmten. Mit Tyr, Mr Hurley+Pulveraffen und Nytt Land wurde der heutige Abend abgerundet. Dabei hat man schon lange nicht mehr so viele CrowedSurfer gesehen, wie an diesem Abend bei den Piraten. Die Menge tobte, tanzte und hoben die Hände in die Luft. Der Muskelkater war demnach vorprogrammiert. Die Klänge von Nytt Land stimmten atmosphärisch in einen gemütlichen Abend ein und boten schon Vorfreude auf den nächsten, letzten Festivaltag.

Der Samstag sollte schon der Letzte Tag des Hörnerfestes sein, was sehr schade war, denn die Atmosphäre war großartig und man merkte, dass die Menschen diese Art von Festivals sehr vermisst hatten. Beginnend mit Drachenreyter und Haggefugg startete der Samstag direkt morgens mit tanzenden Besuchern vor der Bühne.

Um sich von der Hitze etwas abzukühlen, gab es mittlerweile neben der Wasserstelle zusätzlich die Möglichkeit, sich neben dem Eisladen unter der Dusche etwas abzukühlen. Auch der staubige Boden vor der Bühne wurde durch Wasser etwas fester, so dass es bei Circus of Fools und Tir Nan Og etwas weniger staubig zuging. Trotz der ganzen Erfrischungen und den Kaltgetränken trocknete die Kleidung viel zu schnell, da man auch bei den nachfolgenden Bands wie Vroudenspil und Grimner nicht stillstehen konnte. Man konnte das Tanzen und den Spaß im Moshpit schon als Dauersport betiteln, doch es machte so viel Spaß mit Gleichgesinnten zur Musik unter freiem Himmel zusammen zu stehen, mitzusingen und einfach die Klänge zu genießen.

Nach einer weitern Pause hieß es die Hörner hoch zu Vogelfrey, welche einige noch nicht live performten Songs ihres letzten Albums spielte, sowie auch komplett neue Stücke. Die Partystimmung riss nicht ab, viel mehr wurde zu Paddy and the Rats weiter kräftig gefeiert und der Boden hochgewirbelt. Ich habe solche Moshpits und ausgelassene Stimmung unheimlich vermisst. Was ein großartiges Festival. Haggard ließ das Hörnerfest ausklingen und viele Besucher nutzen schon die kühle Nacht, um ihre Heimreise anzutreten. Es war regelrecht schon leer, als man nachts über die Campsite lief.

Ich selbst führ am Sonntag vormittags nach hause, geschafft, heiser, sehr kaputt und doch glücklich, endlich mal wieder diese Atmosphäre erleben zu dürfen. Für mich ist das Hörnerfest immer wieder ein zu Hause, da man viele Leute über Jahre hin weg immer wieder trifft und schnell neue Bekanntschaften schließen kann. Zudem gibt es neben bekannten Bands immer wieder neue Überraschungen aus der ganzen Welt, welche die eigenen Playlisten erweitern. Ein Festival, welches Lust auf mehr macht, welches die schlechten Jahre vergessen lässt und einem ein Gefühl der Freiheit vermittelt.

Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Jahr, ich hoffe ich werde viele von euch 2023 wieder auf dem Hörnerfest antreffen, denn ein so großartiges Festival für unter 80€ solltet ihr euch nicht entgehen lassen
~ Dely

Hier nochmal die Runningorder des Hörnerfest 2022:

Donnerstag 23.6.22
Skaldenmet 15.00 – 15.40
Bloody Tyrant 16.00 – 16.45
Katja Moslehner 17.05 – 17.55
Heimataerde 18.20 – 19.20
Knasterbart 20.00 – 21.30
Ingrimm 22.00 – 23.00
Grima 23.20 – 00.20

Freitag 24.6.22
Mandragora Thuringia 12.00 – 12.45
Fuchsteufelswild 13.05 – 13.50
Stormseeker 14.15 – 15.10
Zywiolak 15.40 – 16.40
Ragnaröek 17.00 – 17.55
Pat Razket 18.20 – 19.20
Tyr 19.50 – 21.10
Mr Hurley+Pulveraffen 21.40 – 23.00
Nytt Land 23.30 – 00.40

Samstag 25.6.22
Drachenreyter 12.00 – 12.40
Haggefugg 13.00 – 13.50
Circus of Fools 14.15 – 15.05
Tir Nan Og 15.30 – 16.20
Vroudenspil 16.50 – 17.50
Grimner 18.15 – 19.15
Vogelfrey 19.40 – 20.40
Paddy and the Rats 21.10 – 22.20
Haggard 23.00 – 00.30

Marktbühne :
Mittwoch : 20.00 das Rattenpack
Donnerstag : Frisia non cantat
Freitag : Taurus Ferus
Samstag : Taurus Ferus
Gaukler : Eisen Hans
Fr & Sa vor der letzten Band Widumavi Feuershow

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Draky im Gefühlschaos auf Rastede

Endlich wieder Mittelalter, so dachte Draky. Voller Vorfreude packte er schon Wochen zuvor , denn er wollte endlich wieder unter freiem Himmel tanzen, Feuerspeien und frei durch die Gegend fliegen. Mit wenig Schlaf, großer Vorfreude und pochendem Herzen reiste er auf dem ersten Markt in Rastede an und baute seine Behausung auf. Nun kann es los gehen, dachte er sich, alles ist kuschelig eingerichtet und die Sonne hatte ihm bereits einen Sonnenbrand auf der Nasenspitze bereitet.

Freudig hüpfte er aus dem Zelt, wirbelte einmal im Kreis und da kam er, der Wolkenbruch. Draky rümpfte die Nase, so ein M.I.S.T murmelte er. Doch von dem Wetter wollte er sich nicht unter kriegen lassen, zog sich wärmer an und beschloss, den Abend einfach bei einem Freund zu Hause zu verbringen. Also machte er sich auf und flog auf kürzestem Wege los zu Hegan. Dieser wartete bereits freudig und es wurde nach langer Zeit mal wieder geknuddelt, sich umarmt und lange intensive Gespräche geführt. Das kleine Herz von Draky pochte, er war so voll Freude, dass er gar nicht mehr aufhören konnte zu strahlen. Diese Herzlichkeit und Liebe war er gar nicht mehr gewohnt und das obwohl er über all seine Sorgen, Erfahrungen und Befürchtungen geredet hatte. Er wollte gar nicht wieder weg, denn hier fühlte er sich geborgen, in der kuscheligen Höhle von Hegan war es urig gemütlich und die Gastfreundlichkeit übertraf vieles, was er in den letzten Jahren erlebt hatte.

Schweren Herzens machte er sich nachts wieder auf dem Weg in seine Übergangsbehausung. Während des Fluges dachte er viel nach, nach langer Zeit waren die Gedanken mal wieder positiv. Er war voller Vorfreude auf die nächsten Tage, alle Sorgen waren wie weggeschoben, so flog er heim und rollte sich kuschelig in seine Flügel ein.

ZyrionAm nächsten Morgen wurde er von komischen Geräuschen, Gebelle und Geschrei geweckt, doch das machte ihm nichts aus. Neugierig streckte er seine rote Nase aus der Behausung, lecker roch es! Schnell machte er sich fertig, kleidete sich ein und sprang auf der Wiese herum. Dies würden ein paar herliche Tage werden, da war er sich sicher. Er erkundigte den Markt, stöberte in den Läden und hatte viel Spaß mit alten Bekannten aber auch mit neuen. Ob Sonne oder Regen, er tanzte bei Musik, drehte sich im Kreis, genoss den Duft des Waldes, das Rauschen der Blätter und die Atmosphäre. Zudem fand er gefallen an den Köstlichkeiten wie Elfenhaar, was wirklich süß ist aber soooooo unfassbar lecker und den gekochten Leckerein aus dem sogenannten „Dutsch Oven“. Man könnte denken, das alles perfekt sei, denn zumindest wirkte Draky so. Ja er strahlte, tanzte und genoss die Zeit. Doch was keiner sah, war das sein herz umhüllt war von einem dunklen Schatten.

Trotz der ganzen positiven Erfarungen und Eindrücke, schmerzte es in seinem Herzen, immer wieder kamen Erinnerungen hoch, die sein Herz frieren ließen, seinem Kopf Bilder schickten und er dadurch taumelte. Er verlor immer wieder das Gleichgewicht und seine Flügel waren nicht in der Lage ihn zu tragen. Dies merkte natürlich keiner, oder zumindest hinterfragte es keiner. Denn ein Drache muss ja nicht immer fliegen. Doch Draky wäre zu gern zwischendurch geflogen, er konnte nur nicht. Die negativen Gefühle versuchte er wegzutanzen, mit dem Lächeln die negativen Gedanken zu überdecken und nach außen so auszusehen, wie alle es wohl von ihm erwarteten oder vermuteten: Er müsse unglaublich glücklich sein. Doch es war ein Tanz zwischen positiven Momenten und kalten schattigen.

Um es sich nicht anmerken zu lassen, wechselte er immer wieder schnell den Ort, er blieb nicht lange an einer Stelle. Und bei jeder festen Umarmung und jedem überwältigendem Satz unterdrückte er die Tränen. Es ist wirklich schwer positive Emotionen zuzulassen, wenn ein so negativer Schatten einen einhüllt. Immer wieder versuchte er den Schatten nicht an sich ran zu lassen, doch sobald er versuchte zu fliegen merkte er wieder, wie sehr ihn das alles doch mitnahm.

Er vermisste seine besten Freunde, er vermisste Balify, der den bösen Schatten bisher immer wegschieben konnte und versuchte es sich nicht anmerken zu lassen. Weiso nur gibt es so bösen Schatten? Wieso war er nicht in der Lage, diesen Schatten los zu werden? Seit Monaten musste sein Herz nun schon dagegen kämpfen und nur in kurzen Momenten konnte er ihn verdrängen. So war der Markt für Draky ein chaos der Gefühle, zwischen Umarmungen und liebevollen Situationen, musste er ständig die negativen Gefühle und die Tränen unterdrücken. Ein Tanz zwischen den Gefühlen, der ihm nicht leicht viel und ihn körperlich doch mehr beeinflusste, als man ihm ansah.

Schon bald war der erste Markt vorbei und Draky baute seine Behausung ab. Mit sehr gemischten Gefühlen trat er den Heimflug an. Er konnte noch nicht sagen, ob es nun schön war oder ihn viel mehr an die ganze schöne Vergangenheit erinnerte und daher er negativ beeinflusste. Langsam konnte er den einen Flügel wieder bewegen, doch richtig fliegen viel ihm noch immer schwer. Er machte viele Pausen, war müde und schaffte es nur noch mit letzter Kraft nach Hause. Dort kuschelte er sich ein und lag noch lange grübelnd und mit gemischten Gefühlen wach. Es war so schön wieder gedrückt zu werden und Menschen zu sehen, die ihn scheinbar wirklich vermissten. Doch umso mehr tat es weh, dass andere ihn verstoßen hatten und ihn für ein so grausames Monster hielten.

Er wusste nicht mehr was er glauben sollte, wem er vertrauen sollte. Tränen rollten über sein Gesicht, obwohl er lächelte. Es muss so ausgesehen haben, wie er sich auch innerlich fühlte…die Gedanken kreisten und er fragte sich, ob er sich auf denn nächsten Markt in HoWe freute oder nicht.. Dort würden andere Bekannte sein, eventuell Freunde? Und einige Bekannte und Freunde von Rastede, doch ob dies gut war? Grübelnd und weinend schlief er ein…. die Gefühle der letzten Tage haben ihn verrückt gemacht und verfolgten ihn ebenso in seinen Träumen. Schon bald würde der nächste Markt folgen, dieses Mal, ohne Behausung…

~Draky

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Das neue mittelalterliche Spectaculum in Hohenweststedt zu Pfingsten

Die Sonne lacht und die Märkte gehen endlich wieder los. Wer freut sich nicht schon wieder ausgelassen mit Met, Bier und Cider zu feiern, zu tanzen und auf der Wiese im Freien die Sonnenstrahlen zu genießen? Dies ist in Hohenweststedt vom 4. – 6. Juni 2022 wieder möglich.

Doch die Zeit hat auch einige Veränderungen mit sich gebracht. So heisst der Mittelaltermarkt in Hohenweststedt nun Spectaculum und nicht mehr MPS. Zwar stehen die Veranstaltungen in Kooperation, jedoch stehen dahinter zwei unterschiedliche Konzepte.

Das Spectaculum bietet einen gemütlichen Mittelaltermarkt mit kleineren Händlerständen, unterstützt neuere Künstler und hat weniger Festivalcharakter. Hier wird sich jeder wohl fühlen, der die mittelalterliche Atmosphäre genießen möchte.

Also werft euch in Gewandung, sofern vorhanden und kommt vorbei. Ein Tagesticket kostet nur 15€ und für Übernachtungsgäste gibt es die Möglichkeit vor Ort zu Campen. Und als besonderes Highlight kauft ihr im Vorverkauf echte, hochwertige Papiertickets mit Sammelmotiven! Kommt vorbei und genießt das neuartige Spectaculum in Hohenweststedt zu Pfingsten.

Ich freue mich euch vor Ort anzutreffen und die wunderbaren mittelalterklänge bei tollen Gesprächen und Tanz mit euch zu genießen.
~Dely

Weitere Informationen erhaltet ihr auf der Website.

Die Bands im Überblick:
Samstag: Tír Saor, Sanger fra Nord, MacCabe & Kanaka, Cobblestones, The KingsPipers
Sonntag: Tír Saor, Sanger fra Nord, Rapalje, MacCabe & Kanaka, The KingsPipers
Montag: Tír Saor, Sanger fra Nord, Rapalje, MacCabe & Kanaka, Gossenpoeten

Die Preise:
Tagesticket: 15€
Wochenendsticket (2 Tage): 26€
Wochenendtsticket (3 Tage): 38€
Campsite: 15-40€ je nachdem wie viele Tage ihr übernachten möchtet und wie groß der Platz sein soll

Das Team freut sich über Unterstützung:
Das SKH-Team sucht Verstärkung (m/w/d) in Vollzeit, Teilzeit oder als kurzfristig Beschäftigte:
– ​Auf- und Abbauhelfer
– Aushilfen für Verschiedenes
– Servicekräfte
– Mitarbeiter für die Tageskassen

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Ausgelassene Stimmung beim Walhalla Festival

Das Leben genießen, mit Musik, Tanz und Gleichgesinnten, das war am 11. Dezember 2021 nach langer Zeit in den Holstenhallen Neumünster mal wieder möglich. Denn dort fand das Walhalla – Festival der Helden unter strengen Coronaregeln mit gigantischen Livebands, Speis &Trank statt.

Die Norddeutschen möchten feiern, dass zeigte sich bei diesem Tagesfestival eindeutig, denn schon um 13 Uhr standen die ersten Besucher vor den Toren und warteten bis 14 Uhr bis sich endlich die Türen öffneten. Neben dem Ticket benötigte man einen negativen Test, eine Maske und musste geimpft oder genesen sein, was sehr gut kontrolliert wurde. Danach konnte die Veranstaltung sehr normal ohne Maske genossen werden.

Um ca. 15:20 startete Harpyie und heizte der Menge mit ihren neuen und älteren Songs richtig ein. Bei dem bunten Songmix zeigte sich jedoch auch, dass die Band sich in der letzten Zeit sehr verändert hatte und ihre neuen Songs „Nachtfalter“ und „“ in eine andere Musikrichtung gingen. Umso gespannter kann man auf das neue Album sein, welches am 28.01.2022 rauskommt und noch weitere neue Songs beinhalten wird. Zum Abschluss spielten Hapyie dieses Mal eine Ballade zum Mitsingen, der mein persönlicher Lieblingssong derzeit ist „Löwenherz“. Mit gemischten positiven Gefühlen endete dann auch schon ihr Auftritt.

Nach einer kurzen Umbaupause performten Mr. Hurley und die Pulveraffen als Ersatz für Fiddlers Green nach langer Zeit mal wieder live und man konnte der Band ansehen, wie sehr sie es vermisst hatten. Wie sie selbst sagten, was es ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk, dass sie hier auf der Bühne stehen durften, vor mehreren tausend Menschen und mit ihnen feiern, wie es schon lange nicht mehr möglich war. Auch die Fans waren in voller Fahrt dabei und zeigten ihre Textsicherheit.

Mit dem nächsten Act wurde die Mittelaltermusikrichtung erstmal verlassen und es wurde lauter und ging in die Metal-Richtung über. Mit Equilibrium wechselte ein teil des Publikums und man sah nun doch einige Haare beim Headbangen fliegen. Ab dem dritten Song wurde sogar zwei Moshpits eröffnet und die Menge tobte. Nach einem etwas holprigem Start verhalf Equilibrium selbst, einen größeren Moshpit in der Mitte stattfinden zu lassen und das Publikum stieg direkt mit ein. Das Moshen hatten die Fans zumindest nicht verlernt, ebenso das Aufheben der hinfallenden Personen. Ohne größere Verletzungen aber ganz schön kaputt endete der Equilibrium Auftritt für die Fans. In den Gesichtern der Leute zeichnete sich die Freude und der Spaß ab, den diese beim Headbangen, Moshen und sogar Crowedsurver hatten, so ein Livekonzert war schon lange überfällig.

Nach einer Stärkung in Form eines Mets, Biers, Cocktails oder ähnliches und etwas zu Essen wie z.B. Döner, Pommes, Hotdog oder Crepe ging es danach noch etwas lauter mit Primordial weiter. Die irische Pagan-Metal-Band. Da es hier doch etwas mehr auf die Ohren gab, gönnte ich mir eine Pause von der Live-Musik und nutze die Zeit, um über den kleinen Mittelalterbereich draußen zu schlendern. Leider meinte Thor es nicht sonderlich gut an diesem Tag mit uns, so war es draußen nicht nur recht frisch, sondern zeitgleich gab es einen fast dauerhaften Nieselregen. Für eine kurze Abkühlung konnte man es jedoch aushalten und an den Ständen vorbei schlendern. Dort gab es Felle, Hörner, Baumstriezel, Kleidung, sogar eine Zuber und schöne wärmende Feuerstellen. Nach der Abkühlung konnte ich drinnen noch bei den Merchandiseständen der Bands stöbern, dort gab es viele neue Shirts von den Bands und man hatte sogar die Möglichkeit, mit den meisten Bandmitgliedern ein paar Worte zu wechseln.

Nach der kurzen Konzertpause ging es für mich mit Hämatom weiter, eine Band, die für ihr MakeUp und interessanten Texte bekannt ist. Auch hier zeigte die Menge vollen Einsatz, mit Moshpits und Fäusten, Fingern und Händen in der Luft, um die Band zu unterstützen. Hämatom schaffte es die Menge fast durchgängig zu animieren, aktiv mitzumachen und gerade dies zeigte einem nochmal stark den unterschied, zwischen einem Online- und einem Livekonzert. Denn das Feeling was man in einer Menschenmenge bekommt, die alle mitsingen, sich zur Musik bewegen und auf die Ansagen der Band einsteigen, dass kann man nun mal nicht zu Hause auf dem Sofa simulieren, wenn man die Musik nur über einen Stream hört. Es war ein fantastisches Gefühl, in der Menge zu stehen und dies alles live zu erleben. Trotzdem war es gut, dass man danach eine kleine Pause hatte, um nochmal etwas frische Luft zu holen und sich mit neuen Getränken zu versorgen.

Denn schon bald klangen die ersten Violine-, Drehleier-, Gitarren- und Schlagzeugtöne durch die Luft und ein Glitzernder Eric Fisch trat auf die Bühne. Subway to Sally performte viele Songs ihres Albums „Hey“ live, was sie bisher kaum machen konnten. Sie zogen das Publikum in ihren Bann und die Fans gaben noch mal alles, denn sie wussten ja, dies ist die letzte Band vor dem Hauptakt. Es wurde gelacht, getanzt, mitgegrölt und nochmal so richtig die Sau rausgelassen. Auch Subway to Sally sah man an, dass sie sich sehr freuten, mal wieder live auf einer Bühne zu stehen.

Nach nur einer kurzen Atempause, wurde es heiß, denn Saltatio Mortis kam nicht nur mit dem Dudelsack und Alea auf die Bühne, sondern auch einer menge Feuerkanonen, die wohl den ersten Reihen einen Sonnenbrand und sehr viel Hitze bescherten. Mit vielen neuen Songs zeigte sich Saltatio Mortis hier live und sprach mehrfach darüber, wie glücklich sie sind, mal wieder live vor Publikum spielen zu dürfen und ein altbekanntes Feeling zu erlangen. Die Menge tanzte, sang mit und merkte schnell, dass sie wieder mehr Training für Livekonzerte brauchte, denn es ist wohl bekannt, dass bei Saltatio Mortis das Publikum bei vielen Songs mit Armen in der Luft im Takt mitmachen soll. Tja, man sah immer wieder, dass die Arme zwischendurch runter gingen und ausgeschüttelt wurden, was erwartet man auch, wenn es so lange keine Livekonzerte mehr gab. Trotzdem war es ein gelungenes Konzert, mit super Stimmung und viel Wärme und mittlerweile sehr vielen grölenden und betrunkenen Fans in der Halle von Neumünster.

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Tanzen und Feiern in Walhalla – Der Halle der Helden möglich!

Endlich ist es wieder möglich auf Festivals, Konzerte und Events zu gehen, also kann ich euch auch wieder davon berichten. Ich freue mich riesig darauf und im Dezember geht es direkt los mit dem Walhalla – Festival der Helden, welches am 11.12.2021 in Neumünster stattfindet. Geplant ist das Festival in den Holstenhallen gem. aktueller Landesverordnung SH mit einem 3G Hygienekonzept, es kann also theoretisch jeder dabei sein, zumindest, sofern ihr eines der 3500 Tickets kauft.

„Wir sind alle Helden und genau aus diesem Grund ziehen wir nach Walhalla, um bei Musik, Wein und Gesang den Zusammenhalt und den Respekt zu jedem Einzelnen zu würdigen.“, so heißt es auf der Festivalwebseite. Denn nach der langen dunklen zeit ist es nun endlich wieder möglich das Licht zu sehen sowie diesem entgegenzugehen und deshalb soll in Walhalla so richtig gefeiert werden. Auf dem Festival der Helden dürfen wir großartige Bands erwarten, so spielen Fiddler‘s Green, The O’Reillys and the Paddyhats und Primordial mit Irisher Musik auf und werden der Menge einheizen. Harpyie wird uns wohl mit Musik von ihrem neuen Album begeistern und zusammen mit Equilibrium und Subway to Sally mit bekannter Musik zum Mittanzen anregen. Des Weiteren stehen Hämatom und Saltatio Mortis auf der Bühne und runden das Wikingerevent musikalisch ab.

Doch was wäre ein Wikinger Festival ohne Speis und Trank? Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt, so können kostbare Speisen genossen und bei der Schenke ein kühles Bier oder Met getrunken werden. Zum Abrunden kann man auch bei den Händlerständen stöbern und dass ein oder andere Souvenir ergattern oder vielleicht ein Weihnachtsgeschenk für die Lieben?

Lasst uns miteinander die großartige Zeit genießen, miteinander Feiern, Trinken und Tanzen und wer morgens nicht nach Hause fahren möchte, der kann vor Ort auch Campen und in Ruhe am nächsten Tag abreisen. Beim Festival der Helden kommen alle auf ihre Kosten, die sich an die Regeln halten, also seid dabei und holt euch noch ein Ticket, um in Walhalla zu feiern!

wallhalla

Datum: Samstag, 11.12.2021
Einlass: 14:00 Uhr
Ende: ca. 3:00 Uhr
Ticketpreis: 76,15€
Campingticket pro Fahrzeug: 17,50€
Webseite: Walhalla Festival

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Sturm im Norden sorgt für Absage der WWN

Es hätte alles so schön werden sollen: Das erste Festival in 2020, welches mit Klängen aus Mittelalter und Rock die Outdoor Saison einleitet. Doch wurde dies von höherer Gewalt unterbunden, die Bühnen konnten nicht aufgebaut werden, die Zäune wurden weggeweht und vieles mehr. Die Veranstalter der Wacken Winter Nights können nicht für die Sicherheit der Besucher oder der Crew garantieren und der Aufbau des Festivalgeländes ist unter den derzeitigen Wetterbedingungen im Norden nicht möglich.

Eine große Enttäuschung für Bands, Fans und den Veranstalter, denn jeder wird sich wohl auf das Festival gefreut haben, doch gegen einige Mächte kann man nun mal nichts machen. Die Wacken Winter Nights liegen quasi in einer Waldschneise, gemütlich unter Bäumen, aber auch gefährlich, bei Wind und Unwetter. Nun müssen wir sehnsüchtig das Lineup für 2021 abwarten und hoffen, dass das Wetter die Planungen nicht wieder zu Nichte machen. Die Tickets bleiben als VVK auch für das Festival 2021 gültig, zudem sind alle Kartenbesitzer zudem berechtigt am Felsenburg Festival im Mai teilzunehmen. Wer dieses Angebot nicht wahrnehmen möchte, kann aber auch seine Tickets komplett zum Vollpreis zurückgeben.

Wer sich noch unschlüssig ist, hier ein paar Infos zum Felsenburg Festival:

leftDie Freilichtbühne Kalkberg in Bad Segeberg ist durch die Karl May Festspiele bekannt und am 02. Mai dient sie der Mittelalter-Rockszene als Ort zum Feiern und musikalischen Klängen zu lauschen. Als Headliner steht Saltatio Morti auf der Bühne, doch auch dir Vorbands sind nicht unbekannter, denn Feuerschwanz und Knasterbart werden der Menge schon ordentlich einheizen und auch Fuchsteufelswild wird ihr Bestes geben. Außerdem sind die Jungs von MacCabe & Kanaka vor Ort als Walking Acts unterwegs, um für eine authentische Atmosphäre auf dem Gelände zu sorgen.

Mehr Infos: Felsenburgfest

Zur Pressemitteilung: Wacken Winter Nights abgesagt

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