Ausgelassene Stimmung beim Walhalla Festival

Das Leben genießen, mit Musik, Tanz und Gleichgesinnten, das war am 11. Dezember 2021 nach langer Zeit in den Holstenhallen Neumünster mal wieder möglich. Denn dort fand das Walhalla – Festival der Helden unter strengen Coronaregeln mit gigantischen Livebands, Speis &Trank statt.

Die Norddeutschen möchten feiern, dass zeigte sich bei diesem Tagesfestival eindeutig, denn schon um 13 Uhr standen die ersten Besucher vor den Toren und warteten bis 14 Uhr bis sich endlich die Türen öffneten. Neben dem Ticket benötigte man einen negativen Test, eine Maske und musste geimpft oder genesen sein, was sehr gut kontrolliert wurde. Danach konnte die Veranstaltung sehr normal ohne Maske genossen werden.

Um ca. 15:20 startete Harpyie und heizte der Menge mit ihren neuen und älteren Songs richtig ein. Bei dem bunten Songmix zeigte sich jedoch auch, dass die Band sich in der letzten Zeit sehr verändert hatte und ihre neuen Songs „Nachtfalter“ und „“ in eine andere Musikrichtung gingen. Umso gespannter kann man auf das neue Album XXX sein, welches am 28.01.2022 rauskommt und noch weitere neue Songs beinhalten wird. Zum Abschluss spielten Hapyie dieses Mal eine Ballade zum Mitsingen, der mein persönlicher Lieblingssong derzeit ist „Löwenherz“. Mit gemischten positiven Gefühlen endete dann auch schon ihr Auftritt.

Nach einer kurzen Umbaupause performten Mr. Hurley und die Pulveraffen als Ersatz für Fiddlers Green nach langer Zeit mal wieder live und man konnte der Band ansehen, wie sehr sie es vermisst hatten. Wie sie selbst sagten, was es ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk, dass sie hier auf der Bühne stehen durften, vor mehreren tausend Menschen und mit ihnen feiern, wie es schon lange nicht mehr möglich war. Auch die Fans waren in voller Fahrt dabei und zeigten ihre Textsicherheit.

Mit dem nächsten Act wurde die Mittelaltermusikrichtung erstmal verlassen und es wurde lauter und ging in die Metal-Richtung über. Mit Equilibrium wechselte ein teil des Publikums und man sah nun doch einige Haare beim Headbangen fliegen. Ab dem dritten Song wurde sogar zwei Moshpits eröffnet und die Menge tobte. Nach einem etwas holprigem Start verhalf Equilibrium selbst, einen größeren Moshpit in der Mitte stattfinden zu lassen und das Publikum stieg direkt mit ein. Das Moshen hatten die Fans zumindest nicht verlernt, ebenso das Aufheben der hinfallenden Personen. Ohne größere Verletzungen aber ganz schön kaputt endete der Equilibrium Auftritt für die Fans. In den Gesichtern der Leute zeichnete sich die Freude und der Spaß ab, den diese beim Headbangen, Moshen und sogar Crowedsurver hatten, so ein Livekonzert war schon lange überfällig.

Nach einer Stärkung in Form eines Mets, Biers, Cocktails oder ähnliches und etwas zu Essen wie z.B. Döner, Pommes, Hotdog oder Crepe ging es danach noch etwas lauter mit Primordial weiter. Die irische Pagan-Metal-Band. Da es hier doch etwas mehr auf die Ohren gab, gönnte ich mir eine Pause von der Live-Musik und nutze die Zeit, um über den kleinen Mittelalterbereich draußen zu schlendern. Leider meinte Thor es nicht sonderlich gut an diesem Tag mit uns, so war es draußen nicht nur recht frisch, sondern zeitgleich gab es einen fast dauerhaften Nieselregen. Für eine kurze Abkühlung konnte man es jedoch aushalten und an den Ständen vorbei schlendern. Dort gab es Felle, Hörner, Baumstriezel, Kleidung, sogar eine Zuber und schöne wärmende Feuerstellen. Nach der Abkühlung konnte ich drinnen noch bei den Merchandiseständen der Bands stöbern, dort gab es viele neue Shirts von den Bands und man hatte sogar die Möglichkeit, mit den meisten Bandmitgliedern ein paar Worte zu wechseln.

Nach der kurzen Konzertpause ging es für mich mit Hämatom weiter, eine Band, die für ihr MakeUp und interessanten Texte bekannt ist. Auch hier zeigte die Menge vollen Einsatz, mit Moshpits und Fäusten, Fingern und Händen in der Luft, um die Band zu unterstützen. Hämatom schaffte es die Menge fast durchgängig zu animieren, aktiv mitzumachen und gerade dies zeigte einem nochmal stark den unterschied, zwischen einem Online- und einem Livekonzert. Denn das Feeling was man in einer Menschenmenge bekommt, die alle mitsingen, sich zur Musik bewegen und auf die Ansagen der Band einsteigen, dass kann man nun mal nicht zu Hause auf dem Sofa simulieren, wenn man die Musik nur über einen Stream hört. Es war ein fantastisches Gefühl, in der Menge zu stehen und dies alles live zu erleben. Trotzdem war es gut, dass man danach eine kleine Pause hatte, um nochmal etwas frische Luft zu holen und sich mit neuen Getränken zu versorgen.

Denn schon bald klangen die ersten Violine-, Drehleier-, Gitarren- und Schlagzeugtöne durch die Luft und ein Glitzernder Eric Fisch trat auf die Bühne. Subway to Sally performte viele Songs ihres Albums „Hey“ live, was sie bisher kaum machen konnten. Sie zogen das Publikum in ihren Bann und die Fans gaben noch mal alles, denn sie wussten ja, dies ist die letzte Band vor dem Hauptakt. Es wurde gelacht, getanzt, mitgegrölt und nochmal so richtig die Sau rausgelassen. Auch Subway to Sally sah man an, dass sie sich sehr freuten, mal wieder live auf einer Bühne zu stehen.

Nach nur einer kurzen Atempause, wurde es heiß, denn Saltatio Mortis kam nicht nur mit dem Dudelsack und Alea auf die Bühne, sondern auch einer menge Feuerkanonen, die wohl den ersten Reihen einen Sonnenbrand und sehr viel Hitze bescherten. Mit vielen neuen Songs zeigte sich Saltatio Mortis hier live und sprach mehrfach darüber, wie glücklich sie sind, mal wieder live vor Publikum spielen zu dürfen und ein altbekanntes Feeling zu erlangen. Die Menge tanzte, sang mit und merkte schnell, dass sie wieder mehr Training für Livekonzerte brauchte, denn es ist wohl bekannt, dass bei Saltatio Mortis das Publikum bei vielen Songs mit Armen in der Luft im Takt mitmachen soll. Tja, man sah immer wieder, dass die Arme zwischendurch runter gingen und ausgeschüttelt wurden, was erwartet man auch, wenn es so lange keine Livekonzerte mehr gab. Trotzdem war es ein gelungenes Konzert, mit super Stimmung und viel Wärme und mittlerweile sehr vielen grölenden und betrunkenen Fans in der Halle von Neumünster.

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Tanzen und Feiern in Walhalla – Der Halle der Helden möglich!

Endlich ist es wieder möglich auf Festivals, Konzerte und Events zu gehen, also kann ich euch auch wieder davon berichten. Ich freue mich riesig darauf und im Dezember geht es direkt los mit dem Walhalla – Festival der Helden, welches am 11.12.2021 in Neumünster stattfindet. Geplant ist das Festival in den Holstenhallen gem. aktueller Landesverordnung SH mit einem 3G Hygienekonzept, es kann also theoretisch jeder dabei sein, zumindest, sofern ihr eines der 3500 Tickets kauft.

„Wir sind alle Helden und genau aus diesem Grund ziehen wir nach Walhalla, um bei Musik, Wein und Gesang den Zusammenhalt und den Respekt zu jedem Einzelnen zu würdigen.“, so heißt es auf der Festivalwebseite. Denn nach der langen dunklen zeit ist es nun endlich wieder möglich das Licht zu sehen sowie diesem entgegenzugehen und deshalb soll in Walhalla so richtig gefeiert werden. Auf dem Festival der Helden dürfen wir großartige Bands erwarten, so spielen Fiddler‘s Green, The O’Reillys and the Paddyhats und Primordial mit Irisher Musik auf und werden der Menge einheizen. Harpyie wird uns wohl mit Musik von ihrem neuen Album begeistern und zusammen mit Equilibrium und Subway to Sally mit bekannter Musik zum Mittanzen anregen. Des Weiteren stehen Hämatom und Saltatio Mortis auf der Bühne und runden das Wikingerevent musikalisch ab.

Doch was wäre ein Wikinger Festival ohne Speis und Trank? Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt, so können kostbare Speisen genossen und bei der Schenke ein kühles Bier oder Met getrunken werden. Zum Abrunden kann man auch bei den Händlerständen stöbern und dass ein oder andere Souvenir ergattern oder vielleicht ein Weihnachtsgeschenk für die Lieben?

Lasst uns miteinander die großartige Zeit genießen, miteinander Feiern, Trinken und Tanzen und wer morgens nicht nach Hause fahren möchte, der kann vor Ort auch Campen und in Ruhe am nächsten Tag abreisen. Beim Festival der Helden kommen alle auf ihre Kosten, die sich an die Regeln halten, also seid dabei und holt euch noch ein Ticket, um in Walhalla zu feiern!

wallhalla

Datum: Samstag, 11.12.2021
Einlass: 14:00 Uhr
Ende: ca. 3:00 Uhr
Ticketpreis: 76,15€
Campingticket pro Fahrzeug: 17,50€
Webseite: Walhalla Festival

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Sturm im Norden sorgt für Absage der WWN

Es hätte alles so schön werden sollen: Das erste Festival in 2020, welches mit Klängen aus Mittelalter und Rock die Outdoor Saison einleitet. Doch wurde dies von höherer Gewalt unterbunden, die Bühnen konnten nicht aufgebaut werden, die Zäune wurden weggeweht und vieles mehr. Die Veranstalter der Wacken Winter Nights können nicht für die Sicherheit der Besucher oder der Crew garantieren und der Aufbau des Festivalgeländes ist unter den derzeitigen Wetterbedingungen im Norden nicht möglich.

Eine große Enttäuschung für Bands, Fans und den Veranstalter, denn jeder wird sich wohl auf das Festival gefreut haben, doch gegen einige Mächte kann man nun mal nichts machen. Die Wacken Winter Nights liegen quasi in einer Waldschneise, gemütlich unter Bäumen, aber auch gefährlich, bei Wind und Unwetter. Nun müssen wir sehnsüchtig das Lineup für 2021 abwarten und hoffen, dass das Wetter die Planungen nicht wieder zu Nichte machen. Die Tickets bleiben als VVK auch für das Festival 2021 gültig, zudem sind alle Kartenbesitzer zudem berechtigt am Felsenburg Festival im Mai teilzunehmen. Wer dieses Angebot nicht wahrnehmen möchte, kann aber auch seine Tickets komplett zum Vollpreis zurückgeben.

Wer sich noch unschlüssig ist, hier ein paar Infos zum Felsenburg Festival:

leftDie Freilichtbühne Kalkberg in Bad Segeberg ist durch die Karl May Festspiele bekannt und am 02. Mai dient sie der Mittelalter-Rockszene als Ort zum Feiern und musikalischen Klängen zu lauschen. Als Headliner steht Saltatio Morti auf der Bühne, doch auch dir Vorbands sind nicht unbekannter, denn Feuerschwanz und Knasterbart werden der Menge schon ordentlich einheizen und auch Fuchsteufelswild wird ihr Bestes geben. Außerdem sind die Jungs von MacCabe & Kanaka vor Ort als Walking Acts unterwegs, um für eine authentische Atmosphäre auf dem Gelände zu sorgen.

Mehr Infos: Felsenburgfest

Zur Pressemitteilung: Wacken Winter Nights abgesagt

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Tickets für den Weihnachtsbaum: Wacken Winter Nights 2020

Zum Vierten Mal findet auf dem Wacken Gelände die Wacken Winter Nights vom 14. – 16. Februar 2020 statt. Mittlerweile hat sich dieses eigenständige Festival so sehr etabliert, dass die 1000 Early Bird Tickets innerhalb von 72 Stunden ausverkauft waren!  Wen wundert es auch, denn die Veranstalter haben Anfang des Jahres wenig Konkurrenz durch andere Festivals, schaffen es jedes Mal wieder ein grandioses Lineup zusammen zu stellen und haben 2017 sogar den Award als Best New Festival bei den European Festival Awards erhalten.

Durch die bunte Mischung von Fantasy, Folk, Pagan, Viking, Rock & Metal und einiges mehr, wird eine große Zielgruppe angesprochen, die es genießt bereits im Januar die Festivalsaison einzuleiten. So bespielen dieses Jahr unter anderem aldrs Draumar, Borknagar, Comes Vagantes, Corvus Corax, Dalriada, D’Artagnan, Der Elfenthron von Thorsagon, Einherjer, Fairytale, Fejd, Heidevolk, Hexvessel, Irdorath, Lindy-Fay Hella, Metsatöll, Nytt Land, Primordial, Reliquiae, Schandmaul, Subway To Sally, Suidakra, Thyrfing, Tyr, Waldkauz, Winterfylleth und Ye Banished Privateers die unterschiedlichen Bühnen auf den Wacken Winter Nights.

Aufgebaut ist das Gelände dabei wieder ähnlich wie das Jahr zuvor:

Es gibt den Ice Palace, welcher überdacht und somit Wetterunabhängig besucht werden kann. Hier finden sich die großen Bands wieder, welche aus den Genres wie Mittelalterrock, Synphonic Metal, Pagan- und Viking Metal oder auch Mystic Folk ihre Sets spielen. Erfahrungsgemäß ist es nach den ersten Songs sogar so warm im Ice Palace, dass man im Shirt! tanzen kann. Dies begünstigt natürlich das Festivalfeeling noch um einiges mehr.

Ein paar Schritte den Weg entlang befindet sich der Theater of Grace, welcher ebenfalls überdacht ist, jedoch etwas kleiner und dadurch schneller warm und gefüllt sein wird. Hier sollte man sich frühzeitig einen Platz vor der Bühne sichern.

Wer eher Akustik Shows besuchen mag, den erwarten im Old Village Church einige passende Shows. Zwischen den Bäumen im Old Village gibt es zudem wieder ein paar schicke Waldbühnen, wo die kleineren Künstler hautnah zu erleben sind und auch nach ihren Auftritten oft noch für ein Gespräch oder für Fotos und Autogramme bereitstehen. Besonders die Atmosphäre dieser kleinen Holzbühnen mitten zwischen den Bäumen finde ich sehr ansprechend, da sie das Winterliche sehr gut wiedergeben.

Während man von Bühne zu Bühne schlendert kann man das traditionelle Handwerk einiger Darsteller bewundern und einzigartige Schätze auf dem Markt ergattern. Auch ist für das leibliche Wohl mit diversen mittelalterlichen Getränken und Speisen gesorgt und während man dies tut, kann man oft noch die Klänge der kleinen Bühnen hören und beim Verzerr mittanzen und die Atmosphäre genießen.

Um die Atmosphäre authentisch abzurunden dürfen natürlich auch die Walking Acts nicht fehlen, so gibt es mystische Kreaturen, wandernde Barden, Zauberer und Geschichtenerzähler, die durch die Gegend ziehen, das Publikum bespaßen und der Kulisse einen besonderen Touch verleihen.

Zum weiteren Rahmenprogramm zählen zudem diverse Lesungen und Ausstellungen sowie weitere Programmpunkte, die ihr euch am besten selbst auf der Website anschaut.

Am Abend wird man sich bei knisternden Lagerfeuern mit warmen Getränken aufhalten können und nach altem Vikingerbrauch neue Gefährten kennen lernen und sich über diverse Geschichten austauschen.

Wenn es euch also auch schon in den Fingern juckt und das letzte Festival viel zu lang her ist, ergattert noch jetzt eines der 3-Tages-Tickets zum Preis von 99€.

Wenn euch das Wetter in Wacken um die Jahreszeit nicht warm genug ist um im Zelt zu nächtigen, gibt es nun auch die Möglichkeit in einer mietbaren Blockhütte mit bis zu 4 Personen zu übernachten. Dafür gibt es das Hüttencamp, wo neben Wohnmobile und Wohnwagen nun auch alle anderen Besucher auf die Kosten von Strom und einer warmen Behausung kommen können.

Wer tritt ebenfalls die Reise an, durch magische Welten mit unglaublicher Performance, einem rundum abwechslungsreichen Programm mit vielen Gleichgesinnten, Tanz, Musik und hoffentlich beständig gutem Wetter?

~Dely

Mehr Infos zum Lineup: Klicken
Hier geht es zu den Tickets

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Piratenabenteuer auf dem MPS Bückeburg 2

Im Juli heisst es für viele Fans des Mittelalters eine ganze Woche Urlaub zu nehmen, um in Bückeburg zwei Tage auf dem MPS zu hausen oder zumindest davor zu campen und zwei Wochenenden voller Trubel, Met, Bier, Tanz, Musik und vielem mehr zu genießen. Aufgrund überschneidender Veranstaltungen konnte ich nicht zum Bückeburg I fahren doch zu Bückeburg II schaffte ich es knapp mit meiner Besten.

Was vom 20.-21. Juli in Bückeburg passierte? Eines der größten Piratenabenteuer, was man sich auf einem MPS wohl vorstellen kann!  Doch wieso eigentlich Piraten? Damit ihr mehr Abwechslung bekommt! Denn neben meiner Sicht und der meines Mittelaltercharakters Yledia von Staffelstein kommt ihr heute in den Genuss eines Gastartikels der lagerlosen und freien Piratin Ivy Banana. Wenn man mich nicht im Piratenoutfit anfindet, kann mein Outfit auch komplett aus Banana-Apparel bestehen. Dann muss ich mich aber von der Monkey Crew fernhalten, ein Haufen Affen und eine Banane – das kann ja nur schief gehen.

Das Bückeburger MPS war ja schon immer von Problemen umgeben. Nachdem ein Anwohner in Bückeburg sich es zur Lebensaufgabe gemacht hat, das MPS in Bückeburg aus der Stadt zu verbannen, sah es dieses Jahr auch nicht gut aus mit Parkplätzen und genug Platz für die Wochencamper, sodass im Vornherein ursprünglich jeglicher Sonnenschutz wie Pavillons, Sonnensegel und alle Autos, die nicht als Campingfahrzeuge im Fahrzeugschein standen, von der Campside verbannt werden sollten.

Quasi im Allerletzten Moment, bevor das Bückeburg 1 gestartet ist, konnte dieses Problem aus der Welt geschaffen werden und mit einer riesigen Campside den Wochencampern alles erlauben, was das Herz verlangt (inklusive Auslauffläche für die Prinzessin, schließlich muss die sich ja auch mal die Beine vertreten). Auch für die nächsten Jahre ist die Zukunft des MPS Bückeburg gesichert. Das Volk jubelt!

So sprach dann nichts mehr gegen ein vergnügtes Wochenende. Nachdem wir um kurz nach 7 alle Mitfahrer in Hamburg eingesammelt haben, ging es mit viel guter Musik in Richtung Bückeburg. Seines Zeichens die letzte Stadt in Niedersachsen, bevor es in NRW mit Ostwestfalen weitergeht. Die Fahrt ging zügig und flott, die Rückbank friedlich schlummernd, die Front am fahren und Fahrer unterhalten. Da ich letzte Woche bereits das Gelände erkundet und die besten Plätze zum Plündern und trinken ausgekundschaftet hatte, waren auch die leicht verwirrenden Schilder, die zur 1 und 2 Wochencampside geleitet haben, kein Problem. Die Campside am Tierheim für die 2 Wochencamper war schön weitläufig, nur das frisch geerntete Feld mag für manche Barfu0läufer etwas in den Füßen gepiekt haben. Wie gewohnt mit stets sauberen Toiletten. Da vergisst man tatsächlich auf manch anderen Festivals sein eigenes Toilettenpapier, weil man derart von Knollmann auf dem MPS verwöhnt wird. Chapeu! Da gibt’s des deutschen höchsten Lobes Kann man nicht meckern.

Nachdem ich lagerlose Piratin meine Koje im Wolfsrudel Camp auf der 2 Wochen Campside aufgebaut habe, traf ich Dely bei der Morgenmesse wieder. Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, den ersten Rum des Tages zu genießen, während Bruder Rectus, der hässliche Hans und der Tod in den Tag einstimmten, die Bühnen per Sensen-Kompass anzeigten und mal wieder viel zu viele Kinder in der Runde der Beerenweine-Ritter neue Trinker, die 50 Beerenweine Münzen gesammelt hatten (wohlgemerkt Gegenwert pro Münze ~ 20 €!) zu Rittern schlugen. Schon beim ersten BüBu Wochenende endete das in einer Art Massenabfertigung.

Bei ebendieser Morgenmesse traf ich auch auf den ersten Affen der Monkey Crew des Wochenendes. Wo die Liebe so hinfällt, hat Sven der ehemaligen Schwester Karma, nun auch bekannt als Lena Labskaus einen offiziellen Heiratsantrag gemacht. Gerade war Bruder Rectus bereit, nach über einem Jahr der heimlichen Liebe zwischen Nonne und Pirat seinen Segen zu erteilen, kamen alle leichten Mädchen des MPS’s angerannt und entlarvten Sven – teils im Beisein seiner „Kinder“ – des Ehebrechens. Darauf konnte das Volk natürlich nur ein Urteil fällen. TEEREN! FEDERN! Doch auch jede Sünde muss vergeben werden, so wurde mit dem Bruderkuss der erste Tag des Wochenendes offiziell eröffnet.

Nach genauer Analyse des Spielplans haben Dely und ich uns für Fiddler‘s Green und Feuerschwanz verabredet. Während es für die edle Dame zum Markttanz ging, habe ich mich Richtung Piratenbühne begeben um bei Mr. Hurley und Pat Razkat abzufeiern. Erfreulicherweise waren auch trotz der frühen Uhrzeit bereits Freunde des Wolfsrudels auf dem Platz.

Nachdem das erste Wochenende zwar etwas feucht, aber durchaus erträglich war, gab es bei Bückeburg 2 etwas mehr Grund zu Sorge, spätestens als bei Pat Razket gegen 15 Uhr die Wolken immer dunkler wurden und der Drache Daselbst mit dem Fahrrad zur Bühne gefahren kam und eine amtliche Unwetterwarnung durchgab. Der Warnung, dass wir uns ins Mausoleum oder unter die riesigen Zelte zurückziehen, sind nur wenige gefolgt. Der restliche harte Kern tanzte weiter, als es anfing wie aus Eimern zu schütten. In kürzester Zeit waren wir komplett durchnässt, aber da es dann eh egal war, wurde weitergetanzt als ob es kein Morgen gäbe. Ich habe schon viele feuchte Konzerte erlebt, aber um ehrlich zu sein war das eine der ausgelassensten und schönsten Erfahrungen der letzten Jahre. Vor anderen Bühnen war es gerüchteweise etwas leerer. Schade für die jeweiligen Bands!

Der Auftritt von Heavysaurus hat sich entsprechend auch nach hinten geschoben. Wir Erwachsenen können ja hart sein und im Regen tanzen wie wir wollen, aber für eine Band, die auf Kinder ausgelegt ist, war dieser Schritt durchaus verständlich. Als es sich dann ausgeregnet hatte, konnte es auch mit Gisi’s diesjähriger Lieblingsband weitergehen. Die Kleinen nach Vorn, die Großen nach Hinten. Wie immer hat der hervorragend geklappt und unter dem verwirrt-erstaunten Blick einiger „neuen“ Besuchen wurde getanzt, gelacht und mitgesungen. Mich erinnert die Band von den Texten und dem Gesang an frühere Animehits. Außerdem können die Musiker mit ihren anderen Projekten durchaus Erfahrung im professionellen Metalbereich aufwarten. So ist Riffi Raffi (der Gitarrist – Christof Leim) normalerweise bei MOTORJESUS und „The New Black“, der Schlagzeuger Komppi Momppi (Philipp Klinger) ist ebenfalls bei „The New Black“ unterwegs. Apropos Dinos. Aus dem nahen Dinopark (Das Freilichtmuseum Münchenhagen) wurden ein paar der Skulpturen für die 2 Wochen nach Bückeburg verfrachtet. Auch wenn es durchaus Kritik über diese vermeintlich unpassende Kombination gab, konnte die Kulisse sich durchaus sehen lassen.
Durch den verzögerten Beginn war am Samstag leider kein Heavysaurus-Tag und die Hea vysaurus-Ultrarrs, seines Zeichens der Fanclub der „großen Kinder“ von Heavysaurus mussten mit der Polonäse bis zum zweiten Tag warten. Dort staunte dann manch einer nicht schlecht, als auch Alea, der Sänger von Saltatio Mortis, sich durchaus textsicher in die Polonäse mit einfügte. Mancher Musiker ist halt im tiefsten Herzen auch einfach nur Fan.

Den zweiten Regenschauer gab es dann circa eine halbe Stunde vor Konzert von Fiddler‘s Green. Und als man schon dachte, noch stärker kann der Regen ja nicht werden, wurde man eines besseren belehrt. Doch, es ging.

Haben zu Beginn noch viele Leute das Konzert vom riesigen überdachten Zelt aus beobachtet, tanzten einige Bekloppte im Regen (nass war man ja eh noch) und als passend zu einer Ballade der Regen nachließ, wurden es immer mehr, bis der Platz vor der eher kleinen Festivalbühne gut gefüllt war. Bei der bekannten „Wall of Folk“ wurde das Publikum wie immer dazu aufgefordert, lieb und nett die (dieses Mal sehr nassen) Leiber aneinander vorbeizuschieben. Da meine eigenen feuchten Klamotten mir dieses Mal völlig ausreichten, verzichtete ich auf das Vergnügen und tanzte mit Dely fröhlich hinter der Menge. Vor Feuerschwanz musste ich dann doch meinen dicken Wollmantel aus dem Camp holen, den ich dort gelassen hatte, weil es früh noch, ich zitiere „viel zu warm“ war.

Pünktlich zu Konzertbeginn hatte ich es wieder vor die Bühne geschafft und Dely am vereinbarten Treffpunkt finden können. Bei der langsam einsetzenden Feuchtigkeit hat Feuerschwanz ein Feuerwerk an alten und neuen Songs geboten. Inklusive eines Medleys aus „Met und Miezen“ und „Wir lieben Dudelsack“, ein Lied, was ich persönlich ziemlich großartig finde und sehr schade finde, dass es nur so selten gespielt wird. Das war auf jeden Fall ein Highlight. Wo Licht ist, gibt es allerdings auch Schatten und so wurde mit einem Gummiboot ein Fan von Feuerschwanz zum Crowdsurfen geschickt. Besagter Fan hatte es leider nicht so mit festhalten und so kam es, wie es kommen musste Sie stürzte mitsamt Boot ab. Das kann ja durchaus mal passieren, aber als Band bekommt man das von der Bühne aus mit und kann sich nach dem Lied auch erkundigen, ob alles in Ordnung ist. Zum Glück war keiner ernsthaft verletzt. Als es bei „Schubsetanz“ dann durchaus zu kleineren Verletzungen kam, war Feuerschwanz etwas aufmerksamer und haben nachgefragt bzw. die freundlichen Menschen vom Sanitätsdienst zur Bühne kommen lassen. Gleich gebessert während des Konzertverlaufs.

So war der erste Tag dann schon vorbei und nach einem kurzen Geplauder am Merchandise und ein paar ruhigen Stunden am Lager ging es Richtung Koje, schließlich wartete am nächsten Tag noch viel mehr Spaß.

Der zweite Tag begann unspektakulärer als der erste. Nachdem die Sonne einen viel zu früh aus der Koje geworfen hat, war es Zeit die sieben Sachen wieder zusammen zu sammeln, schließlich ging es am Abend wieder zurück. Nach etwas Piratenmakeup ging es zur Morgenmesse auf den Platz, an der dieses Mal nur eine tapfere Säuferin zum Beerenweine Ritter geschlagen wurde, dafür aber dieses Mal drei Menschen geteert und gefedert wurden. Nur kurz dazu auf dem Lagerparkplatz parken ohne Zettel mit den notwendigen Informationen drin, kann im Eifer des Gefechts passieren. Sich aber im Suff am Vorabend ein Taxi zum Zuber bestellen, weil man das Auto auf dem Lagerplatz ja nicht mehr bewegen darf… und aufgrund von Alkoholkonsum wohl auch nicht mehr sollte – einfach von Grund auf schon eine bescheuerte Idee. Dann für die Morgenmesse derart vorbereitet zu sein, dass man eine Shorts trägt, auf der „Eigentum von Bruder Rectus“ steht, macht darauf eine epische Geschichte. So ging es mit viel Gelächter und guter Laune in den Tag, der definitiv mit besserem Wetter aufwarten konnte.

Nach dem ersten Konzert von Mr. Hurley & Die Pulveraffen ging es auch für mich in den Zuber. Leider mussten die meisten Menschen fahren, wodurch es dieses Mal ein etwas alkoholfreier, aber dennoch wie immer steht’s witziger Zuber war. Wie immer blieben einige Menschen erstaunt vor dem Zuber stehen und konnten kaum glauben, dass in den zwei riesigen Bädern tatsächlich Menschen nackt beisammen im heißen Wasser sitzen. Und wenn ich es so formuliere „Ich fahre gerne auf Mittelalterveranstaltungen und sitze da nackt mit meinen besten Freunden in heißem Wasser und trinke Alkohol“, so klingt das doch durchaus fragwürdig, würde ich aber gegen nichts in der Welt eintauschen.
Nach einem weiteren Besuch bei Heavysaurus, die dieses Mal alle Lieder zum Besten geben konnten, ging es um 18 Uhr zum Abschlusskonzert von Mr. Hurley & Die Pulveraffen, bevor wir den Heimweg antraten und kurz vor 22 Uhr sicher, aber erschöpft wieder in Hamburg ankamen.

Zur Website des MPS: (Termine)

Auf welchen Mittelalterveranstaltungen sieht man euch dieses Jahr noch?

~Ivy Banana

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Irish Folk Band steht rede und Antwort: FIddlers Green

Am 8. März erschien das neue Album von Fiddlers GreenHEYDAY“ und  noch vor Ostern ging die Tour in Deutschland los. Auf ihrem Konzert in Hamburg am 10.05. konnte ich mir die Band für ein Interview schnappen.

Dely: Schön dass ihr euch die Zeit für ein paar Fragen genommen habt. Fiddlers Green existiert ja schon recht lange, welche bedeutung hat die Band für euch?

Fiddlers Green: Wir haben unsere Leidenschaft zum Beruf gemacht, dadurch ist die Band ein großer Teil in unserem Leben, nach dem wir uns durchaus ausrichten und es einen großen Platz einnimmt. Die Band ist ein Teil der Familie.

Dely: Nach nun zwei Jahren habt ihr ein neues Album mit vielen tanzbaren Songs herausgebracht, welche auf den Festivals für gute Laune und Partystimmung sorgen werden. Gab es bestimmte Ereignisse /Inspirationen für die neuen Songs?

Fiddlers Green: Nach einer kurzen Pause haben wir uns direkt an das neue ALbum “HEYDAY” gesetzt und immer wieder Ideen für neue Songs gehabt. Es gab jetzt keine bestimmten Ereignisse, wir haben uns regelmäßig immer wieder getroffen, an den Songs gearbeitet und sie aufgenommen und waren dann im Oktober mit der Alpha Version soweit fertig, dass sie an die Pressevertreter raus ging.

Dely: Habt ihr feste Rollenverteilungen im Team für Songtexte, Melodie, Musikvideo ideen?

Fiddlers Green: Nein, bei uns kann sich jeder überall einbringen, es gibt ab und zu mal Präferenzen aber im großen entstehen die Ideen zusammen. Bei den Musikvideos lassen wir uns dann aber auch gern mal von der Agentur inspirieren und entwickeln unter Budgetvorgaben zusammen dann ein konkretes Musikvideo.

Dely:  Die Gesellschaft und die Musikbranche haben sich in den letzten Jahren sehr geändert und wie ihr selbst sagt,  ist es für einige Musiker schwer zu überleben. Wie geht ihr mit dem Wandel um? Es gibt ja euer neues Album u.a. auch auf Spotify. Werden die CDs dennoch gekauft oder verlagert sich das doch auf Merchandise, virtuelle Musikdownloads und Konzerte?

Fiddlers Green:
Wir sind als Live Band groß geworden und haben uns unseren Ruf und unsere Fanbase dadurch aufgebaut. Natürlich wird es durch die Streaming-Angebote immer schwieriger CDs zu verkaufen. Auf der anderen Seite erreichen wir so Fans weltweit, die wir wohl nur durch die lokalen AUftritte und den CD-Verkauf nie erreicht hätten. Zum St. Patricks Day kamen ⅔ unserer Hörer auf Spotify aus den USA und auch in Japan kennt man uns. Für uns ist es eine Möglichkeit neben Europa und der Schweiz auch weitere Länder von unserer Musik zu begeistern, so sind wir dieses Jahr zum zweiten Mal in Japan wo wir ca. 35000 Fans begeistern können.
Alles in allem sind wir dann aber doch eine Liveband , die eine irische Nische besetzt und natürlich von den Auftritten und CDs lebt.

Dely: Eure Fans haben nicht nur auf das neue Album gewartet, sie scheinen es wirklich zu lieben und zu kaufen, denn HEYDAY ist direkt auf Platz 7 der deutschen Charts eingestiegen. Auf welchem Platz habt ihr euch gesehen und wie war das Gefühl, als euch der Platz 7 direkt sicher war?

Fiddlers Green: Natürlich haben wir uns gefreut. Für uns war klar, wir wollen in die Top10 und insgeheim wollten wir unseren alten Rekord toppen. Mit “HEYDAY” sind wir nun erneut auf Platz 7 eingestiegen und sind damit sehr zufrieden.

Dely: Ein Drittel der Tour ist nun schon fast um, wie sind die ersten Resonanzen? Gab es bisher eine Lokation oder eine Stadt, wo der Auftritt besonders viel Spaß gemacht hat?

Fiddlers Green: Die Resonanz ist großartig, das Publikum kommt einem vertraut vor und lässt sich ordentlich mitreißen. Vom Gefühl her ist es die bisher beste Europa-Tour die wir gemacht haben. Besonders hervorzuheben ist dabei Stuttgart, das Konzert war mit 15000 Fans ausverkauft und die Stimmung war grandios. wir sind gespannt, wie es heute in Hamburg sein wird.

Dely: Nach der Tour beginnt ja schon die Open Air Festivalsaision. Spielt ihr lieber in Konzerthallen oder doch auf Festivalbühnen?

Fiddlers Green: WIr können gar nicht pauschal sagen, dass eines besser sei als das andere, hauptsache Livemusik. Im Sommer freuen wir uns natürlich auf die Open Air Saison, das ist immer nochmal ein anderes Feeling draußen bei Sonnenschein zu spielen. Wobei die Konzerthallen auch ihren ganz besonderen Charm haben. Letztendlich kommt es da mehr auf das Publikum um an, als um die Lokation an sich.

Dely: Generell spielt ihr ja auf den verschiedensten Festivals (Mittelalter, Metal, etc.). Sucht ihr euch selbst die Festivals aus und wenn ja wonach richtet sich die Wahl?

Fiddlers Green: Wir mögen die Abwechslung, lernen immer wieder gern neue Lokation kennen und reisen dabei auch gern mal. wirkliche Kriterien gibt es dabei nicht, manchmal werden wir gefragt, manchmal sind Freunde oder andere Bekannte Bands auf einem Festival, so dass man auch gern dort ist, aber generell gibt es da keine besonderen Auswahlkriterien.

Dely: Ihr seid dieses Jahr auch auf vielen MPS Märkten vertreten, gibt es einen speziellen Grund dafür?

Fiddlers Green: Die MPS Märkte fahren wir schon seit drei Jahren und sind dieses Jahr auf fünf Märkten mit dabei. Dafür gibt es keinen speziellen Grund, es bringt uns einfach Spaß auf den Festivals auch andere befreundete Bands zu sehen. Klar könnten die Konditionen und Rahmenbedingungen etwas besser sein, doch wir fahren dort mit dem Nightliner hin, freuen uns auf das Abendkonzert und treffen dann noch bekannte Gesichter, das ist einfach schön.

Dely: Auf welchem Festival würdet ihr unheimlich gerne mal spielen? Gibt es da ein „Wunschfestival“?

Fiddlers Green: Über die Jahre hinweg haben wir uns da schon sehr viele Wünsche erfüllt, so dass es kein richtiges Wunschfestival oder ähnliches gibt. Klar Wacken auf der Hauptbühne wäre was, dafür sind wir aber vielleicht doch etwas zu nischig. Dafür spielen wir immer mal wieder auf der Wackinger Stage und sind damit auch sehr zufrieden.

Dely: Wenn ihr bei einer kommerziellen Talentshow auftreten müsstet, was würdet ihr dort spielen und warum?

Fiddlers Green: Zunächst, das würden wir nicht freiwillig machen. Talentshows sind nicht so unsers und dafür sind wir wohl auch schon zu lange im Geschäft, als dass wir daran teilnehmen müssten. Wenn es jedoch für einen guten Zweck wäre oder wir aus irgendwelchen Gründen doch an einer Talentshow teilnehmen sollten, dann wohl mit Yindy. Der Song hat uns selbst etwas überrascht, dass er so beliebt bei den Fans ist und so durchgestartet ist, dass wir es wohl damit versuchen würden.

Dely: Eure Performance zu John Kanaka ist immer wieder faszinierend. Wie lange habt ihr dafür geübt, bis es so gut funktioniert hat? Wie oft überlegt ihr deswegen die Band aufzulösen ;D? Habt ihr eine feste Reihenfolge oder kann jeder die komplette Performance?

Fiddlers Green: Also um ehrlich zu sein, haben wir den Song einmal mit dieser Performance geprobt und seitdem nicht mehr wieder. Er sitzt einfach und das schon seit Jahren. Auch als Jule uns bei unserem Auftritt unterstützt hat, wurden nur kurze Absprachen über die Position getroffen ohne eine Generalprobe oder ähnliches zu machen. Unsere Probe war die Live-Performance zu dem Stück vor Publikum. Es ist immer wieder faszinierend, wie gut das klappt. Der Erinnerung nach ist es auch erst einmal vorgekommen, dass ein Becher gefallen ist und das ist schon sehr lange her.

Fiddlers Green gibt es nun seit fast 30 Jahren, habt ihr Zukunftspläne? Ziele die ihr euch gesetzt habt? Gibt es Überlegungen zu großen Veränderungen wie weiteren Bandmitgliedern oder einer anderen Musikrichtung zu switchen?

Fiddlers Green: Weitermachen wie bisher. Es gibt keine gravierende Pläne uns zu verändern, wir haben uns gefunden und es passt einfach. Natürlich gibt es Pläne in Richtung Japan und USA und dass wir unseren Bekanntheitsgrad gern über die Grenzen von Europa hinaus erweitern wollen. Aber letztendlich wollen wir dabei unserem Motto treu bleiben und so bleiben wie wir seit Jahren sind.

Dely: Auf der Bühne merkt man euch an, wie sehr ihr die Musik liebt und lebt, wie schafft ihr es, das Privatleben mit dem Bandleben zu vereinbaren?

Fiddlers Green: Es ist über die Jahre ein Teil unseres Privatlebens geworden und daher sehr gut integriert. Klar gibt es immer mal ein paar Monate, wo die Band Vorrang hat, aber dann auch wieder die Zeit, wo die Familie mehr in den Vordergrund rutscht. Die lange Erfahrung hat geholfen, dass es sich super miteinander vereinbaren lässt und die Band ein Teil des Lebens geworden ist.

Dely: Was würdest du gern mit Fiddlers Green erreichen? Wie soll man die Band einmal in Erinnerung behalten?

Fiddlers Green: Darüber haben wir uns bisher noch gar keine Gedanken gemacht, so aus dem Bauch heraus: als eine außergewöhnliche Liveband.

Dely:  Zum Abschluss noch ein paar Entweder oder Fragen an euch. Wofür würde sich die Mehrheit von Fiddlers Green entscheiden?
Bier oder Met? – Für die Mehrheit ist das wohl das kühle Bier
Moshpit oder Circlepit? – Definitiv Circlepit!
PC Spiele oder Konsole? – Oh, beides so gar nicht mehr.
Hund oder Katze? – Hund!
Zelt oder Wohnwagen?- Eindeutig der Wohnwagen, man wird ja auch nicht jünger
Strand oder Berge? – Berge
Lagerfeuer oder Couch? – Lagerfeuer, wobei die Couch oft aus Mangel an Möglichkeiten gewinnt

Dely: Ich danke dir für die Zeit und deine Antworten und freue mich auf ein großartiges Konzert in Hamburg.

~Dely

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