Lebensfreude vs. Depressionen

Es ist wieder soweit, die doofen Gedanken brechen durch, ziehen mich runter. Das was positiv war, wird in schwarz getaucht, was mir eben noch als Freude rüberkam, wird schlecht geredet. Hallo Depression, danke dass du mir mal wieder im blödesten Moment zeigen musst, dass du noch da bist.

Dieser ewige Kampf, jeden Tag aufs Neue, sich auf das positive konzentrieren, auf das was ist, auf das was sein kann und den negativen Gedanken entgegenwirken. Es gibt viele Tage, sogar Wochen wo es klappt, wo ich als strahlender Mensch durch die Gegend springe. Ich habe das Gefühl alle Probleme zu lösen, stark genug zu sein gegen den Wind zu kämpfen, Schwierigkeiten zu überwinden und zugleich noch genug Kraft und Energie zu haben, um Freunde mitzuziehen. „Du bist der Sonnenstrahl im Office“, „Danke, dass du da bist und mir Rückhalt gibst“, oh ja, wie gern bin ich ein Sonnenstrahl, der die Herzen der Menschen erwärmt, durch meine hohe Empathie die Menschen aufmuntert, mitreißt und Lebensfreude verbreitet, denn das bin ich, das ist meine Natur und so fühlt es sich richtig an. Doch dann kommen diese Gedanken, dieses böse Gefühl und jede Kleinigkeit ist eine Bestätigung. Dann glaube ich es nach kürzester Zeit, je nachdem wie viele dieser vermeintlichen Bestätigungen ich bekomme. „Ich werde mal wieder nicht zum Vorglühen eingeladen“, „Die Bdayparty, bei der ich nicht erwünscht bin“, „Der Facebookpost, der wieder von anderen Leuten spricht, wo ich aber keine Erwähnung finde.“, das Verhalten von Freunden, was mir zeigt, dass sie lieber etwas mit anderen Personen machen anstatt mit mir, die Welt die rausschreit, wie viel spaß sie gerade mit welchen Personen haben etc. Jedes Mal ein Stich und ein Gedanke wie „guck du warst nicht wichtig genug, du warst es nicht wert, mit dir machen sie das nicht“

Diese Gedanken, die einen wie eine Spirale hinunterziehen, Social Medien, die das wunderbar beschleunigen und Freunde, die kein Verständnis dafür haben. Natürlich ist dieser Verlauf bei emotionalen Menschen schneller und selbstverständlich ist eine Freundschaft zu einem stark emotionalen Menschen mit Stimmungsschwankungen schwierig. Doch ist es nicht genauso schwierig mit jemanden, der dickköpfig oder ein Besserwisser ist? Oder jemand der hochintelligent ist und es jedem zeigt oder übergewichtigen, die einem das immer unter die Nase halten? Ist nicht jeder Mensch auf seine Art und Weise anstrengend?

Ja ich bin sehr emotional und brauche gerade, wenn solche Gedanken kommen, die Bestätigung wie falsch diese Gedanken sind. Wieso fällt es Menschen so schwer, einer anderen Person einfach mal zu sagen „Ich hab dich gern“ oder dazu zu stehen, dass einem jemand wichtig ist, wenn es der Person gerade schlecht geht? Wieso werden einige Dinge groß und breitgetreten, während andere einfach untergehen? Warum ist es für viele Menschen so schwer, auf die anderen zu zugehen, Zeit mit ihnen zu verbringen? Gefühlt muss ich meinen Freunden oft hinterherrennen, damit sie etwas mit mir unternehmen, entweder haben sie selber keine Ideen oder kommen nicht darauf mich zu fragen. Die Gründe mögen verschieden sein. Doch gerade in solchen Situationen, wo diese bösen Gedanken immer mehr durchkommen, könnte ich es wirklich gebrauchen, dass auch mal jemand auf mich zu kommt. Ist es wirklich so schwer, dass man auf Menschen zu geht, die einem wichtig sind? Sie fragt ob sie Zeit mit einem verbringen wollen oder einfach mal anderen Menschen abzusagen, wenn die andere Person einen gerade dringend braucht? Scheinbar ist dies heutzutage nicht mehr normal oder das Verständnis, dass gerade solche emotionalen Personen ab und zu in diesen Phasen jemanden brauchen, oft reicht ja nur eine Stunde oder die Planung eines fixen Termins/Treffens/Aktion. Doch das scheint oft schon zu viel zu sein.

Ja, ich schaffe es oft zu erkennen, wann dieses Gefühl und diese Gedanken kommen, schleichend, Stück für Stück. Versuche dann krampfhaft dagegen an zu kämpfen oft schreibe ich sogar direkt Freunde an, doch nur selten schaffe ich es, das Umkippen der Emotionen von Lebensfreude zu Depression zu verhindern. Denn dafür bräuchte ich die Hilfe von anderen, müsste mich auf die Freunde oder Bekannten verlassen können oder durch andere positive Aktionen merken, dass meine negativ Gedanken total falsch sind. Ein paar Tipps und leere Worte helfen da leider nicht. Denn in dieser Phase hilft nur aktives Handeln. Und bei mir bedeutet das oft ein konkretes Treffen, eine öffentliche Tat oder ähnliches. Ich möchte, dass die Freunde zu mir stehen, mir in den schwierigen Momenten Rückhalt geben und mich nicht gerade dann hängen lassen, wenn es mir schlecht geht. Denn das tolle an emotionalen Menschen ist ja, dass sie genauso stark positiv sein können. Und wer mich kennt weiß, dass oft Kleinigkeiten dazu führen, dass ich wieder mit der Sonne um die Wette strahle! Ich fühle mich so hilflos, weiß schon gar nicht mehr auf wen ich mich verlassen kann. Mag es nicht in die Welt hinausschreien, versuche Menschen konkret anzusprechen. Schäme mich dafür und ärgere mich, dass diese negativen Gefühle so präsent sind. Bin ich wirklich nichts wert? Wieso möchte keiner etwas mit mir machen? Wieso muss ich immer mit allem allein fertig werden? Wo finde ich die Menschen, die einfach mal von sich aus auf mich zukommen, um zu sehen „Hey egal wie scheisse es dir geht, sobald wir wenige Minuten etwas zusammen machen, strahlst du wieder, krass“. Ich brauche keine Leute mit Mitleid, die über die „Probleme“ reden wollen oder Gründe dafür finden möchten etc. Ich brauche Menschen und Dinge, die gegen an wirken, mir zeigen, wie toll die Welt ist. Freunde die mir zeigen wie gern sie mich haben etc. Ich möchte keine Last sein, ich hätte gern Freunde, die mich gernhaben, mit mir was unternehmen und dadurch mit mir zusammen verhindern, dass diese Depressionen überhand bekommen und ich mich nur noch unwohl fühle und tagelang einigeln, Freundschaften kündige und krankgeschrieben im Bett liege… Ich dachte immer, dass sowas in Freundschaften normal ist. Doch scheinbar ist es normal, dass man sich so verhält, wenn jemand einen Todesfall oder eine Trennung o.ä. hatte, doch nicht bei Depressionen und negativ-gedanken Phasen.

Nun schlafe ich seit Tagen schlecht, weil die bösen Gedanken selbst meine Träume beeinflussen, komme kaum zur Ruhe, habe schlechte Gedanken beim Aufstehen, bekomme psychosomatische Symptome wie Husten und Halsschmerzen und mir geht es schlecht. Alles fällt mir schwer, frage mich, wieso ich denn aufstehe, wäre ich plötzlich einfach nicht mehr hier, würde es doch keinem auffallen. Habe das Gefühl für alles zu schlecht zu sein und dass niemand etwas mit mir zu tun haben möchte. Nur aus Mitleid mit mir geredet wird und ich nirgendwo reinpasse. Fühle mich ständig fehl an, ungewollt und bekomme Depressionen. Ich hasse diesen Zustand! Ich fühle mich schrecklich, wenn ich so denke, mag die Gedanken nicht und versuche diese Gefühle los zu werden. Doch jedes Mal, wenn ich mich gerade etwas gefangen habe, kommt die nächste Bestätigung, dass ich mir etwas vorlüge und diese Lebensfreude und das Strahlen gar nicht ich bin. Dass eigentlich keinem auffallen würde, wenn ich plötzlich verschwunden bin und dass diese angeblichen Freunde nur eine Einbildung sind, weil sie ja gerade nicht da sind. Und ich schaffe den Kampf nicht. Die Ablenkung die ich gerne habe, findet nur durch mich allein statt. Doch dann fühle ich mich einsam. Bin ich wirklich nur negativ?  Ziehe ich die Menschen wirklich nur noch runter? Wieso kann ich nicht wieder wie ein Sonnenstrahl durch die Gegend hüpfen? Was ist nur passiert, dass sich Freunde abwenden, statt hinter mir zu stehen. Wieso kann ich kaum noch Freude empfinden und habe ständig Angst, dass das nächste Böse in der nächsten Ecke lauert? Ich habe es so satt negativ zu denken und zu empfinden. Ich möchte nicht immer traurig werden, wenn ich sehe, wieviel die Menschen miteinander Spaß haben und ich ständig auf der Strecke bleibe. Ich habe doch auch Spaß, oder? Nur dass ich es vielleicht nicht so sichtbar kommuniziere… Ich versteh es nicht, wieso zieht es mich so mega runter, wenn die Freunde nichts mit mir machen wollen? Dieses fehl am Platz sein, nicht integriert zu sein, allein zu sein… Ein starkes Gefühl, welches sich kaum kompensieren lässt, mich kaputt macht, mich runterzieht und mich an allem positiven zweifeln lässt.

Ich weiß nicht ob ich diesen Kampf noch lange antreten mag, denn wofür? Ich organisiere, plane, mache und tue, nur damit Menschen glücklich sind und man etwas zusammen machen kann. Doch Dankbarkeit ist oft wohl ein Fremdwort. Scheinbar sind kleine alltägliche Ereignisse für die Menschen oft viel wichtiger, als eine Freundin, die alles versucht, damit es den anderen Menschen bessergeht, Rückhalt und Lebensfreude gibt solange sie es kann und dafür nur Loyalität und Zeit als Gegenleistung benötigt. Ich mag nicht mehr hinter Menschen herlaufen, damit sie etwas mit mir unternehmen. Ich weiß, dass es mir ohne Menschen um mich herum nicht gut geht, doch scheinbar lässt sich das nicht ändern. Wenn die Menschen nicht auf mich zugehen wollen, schein ich es nicht wert zu sein, so muss ich wohl akzeptieren, die Lebensfreude, Überraschungen und tollen Ideen mit niemandem zu teilen, sondern es für mich zu behalten. Wohl doch der einsame Wolfsdrache, der sich unabhängig von anderen durchs Leben kämpfen muss und sowohl Freude als auch Trauer, Lebensfreude und Depressionen erlebt mit ständiger Sehnsucht nach Anerkennung und Loyalität.

~Dely

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In Extremo: Funkelnder Jahresabschluss am 22.12.2017

Am 22.12.2018 spielten In Extremo und Fiddlers Green in Hamburg in verschiedenen Locations auf. Die Szene musste wählen und sich dann ganz auf ein Konzert einlassen. Ich habe mich für In Extremo entschieden, schweren Herzens, denn Fiddlers Green soll auch ordentlich eingeheizt haben. Ich hoffe das es nächstes Mal keine Komplikationen gibt.

Während einige sich am Freitag in das Getümmel stürzten, um die letzten Weihnachtsgeschenke zu ergattern, standen die Fans von In Extremo ganz gelassen, aufgeregt und gespannt in der Schlange zum Konzert. Pünktlich wurden die Türen im Theater am Großmarkt geöffnet und die Fans strömten hinein. Die Location war atemberaubend groß, die Decke sehr hoch und man bekam sofort ein tolles Konzertfeeling. Kein Anstehen an der Garderobe, den WCs oder an der Bar. Daher wurde schnell ein Bier geholt und ein Plätzchen vor der Bühne gesichert. Die Stimmung war angespannt und es wurde zunächst sehr ruhig, als die Vorband „Das Brett“ auf die Bühne kam. Skepsis und Unverständnis machte sich im Publikum breit. Diese Band passte leider so gar nicht zum Genre, zudem war der Sound so schlecht, dass man von den vermeintlich guten Texten nichts verstehen konnte und die Stimmung nicht aufkam. Sehr schade, mit Fiddlers Green als Vorband wäre das sicherlich nicht passiert. Naja was solls, die Zeit wurde gut genutzt: noch ein Bier geholt, die Nachbarn kennengelernt und den Merchandisestand von In Extremo besucht!

Dann war es endlich soweit, das Brett war fertig, die Bühne wurde umgebaut und die Stars des Abends heizten dem Publikum endlich so richtig ein: In Extremo – on Stage!

Mit einem riesen knall begann das Konzert mit den neuesten Songs von ihrem Album Quid Pro Quo. Die Stimmung war großartig, mit fremden Fans schunkelte ich in den Abend, mischte im Moshpit mit und konnte auf den Schultern eines freundlichen Herren direkt in die zweite Reihe gelangen und auf die Bühne sehen. Großartig. Diese Stimmung und Freundlichkeit des Publikums zusammen mit der Bühnenshow von In Extremo erwärmt mir jedes Mal das Herz. Von der großartigen Musik und der CD -Performance muss ich wohl wenig sagen, die Akustik in der Halle war auf jeden Fall angemessen für die Größe und Lautstärke des Konzertes. Ohne Ohrstöpsel konnte ich den Abend gut überleben, die Texte selbst in den hinteren Reihen gut verstehen und es gab keine Übersteuerung oder seltsame Sounds.

Man kann sich fallen lassen, die Songs fühlen, tanzen und mitsingen und fühlt sich geborgen und akzeptiert trotz fremder Menschen. Zum Ende des Konzertes flogen Papierluftschlangen durch die Halle, so dass man das Gefühl hatte unter einem Glitzerhimmel zu tanzen. Auch wenn ich viele der Lieder schon auswendig kann, so ist die Show immer wieder überraschend gut und das Feeling einzigartig. In Extremo schafft es, dass aus den kleinen Fan-Gruppen eine große Gemeinde entsteht, zumindest für den einen Abend.

Schade, dass es nicht geklappt hat, dass Fiddlers Green als Vorband für dieses Konzert wie geplant auftrat. Dies hätte wohl den Rahmen an positiver Stimmung gesprengt. Vielleicht ja das nächste Mal. Ich freue mich zumindest jetzt schon, auf die nächste Tour von beiden Bands und was sich In Extremo für die Bühnenshow ausdenkt. Wenn ihr Mittelalter-Folk Musik mögt, solltet ihr euch ein Konzert von In Extremo nicht entgehen lassen, denn das Abtauchen vom Alltag kann wohl jeder gut gebrauchen.

~ Dely

Websites der Bands:
www.fiddlers.de
www.inextremo.de

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Der 22. Dezember knallt mit In Extremo und Fiddlers Green

Am 22. Dezember 2017 sollte es in Hamburg richtig knallen: In Extremo und Fiddlers Green als Vorband. Nun kommt es oft leider anders als erwünscht: Beide Bands sind an dem Datum in Hamburg, jedoch leider in verschiedenen Locations. Für die Fans gilt es nun sich zu entscheiden: Fiddler`s Green in der Markthalle oder In Extremo im Mehr Theater am Großmarkt. Die Qual der Wahl, so kurz vor Weihnachten.

Fiddlers Green: Seit 1990 spielt die Band mit ihrer eigens benannten Kunstform „Irish Speedfolk“ auf diversen Bühnen und heizt in Deutschland und auch über die Grenzen hinaus ordentlich ein. „Mit über 1700 Live-Konzerten in Deutschland und Europa haben sie sich in über zweieinhalb Jahrzehnten einen hervorragenden Ruf als Live-Band erspielt.“ Mit Devil`s Dozen kam das neuste Album am 28. Oktober 2016 heraus. Ganze drei Jahre mussten Fans auf diesen Tag warten und die Musik schlug ein wie ein Meteor. Auf vielen Mittelalterfestivals konnte die Bands die Menge mit super Liveperformance überzeugen und sorgte für die richtige Stimmung mit diversen Moshpits und Interaktionen unter den Fans. Am Freitag werden sie die Martkhalle in Hamburg füllen und mächtig beben lassen! Wir sind gespannt.

In Extremo: Die 1995 gegründete Band spielte zunächst vorwiegend Marktmusik auf Mittelaltermärkten und wurde so zu einer der bekanntesten Mittelalter-Rock Bands Deutschlands. Im Jahr 2016 erschien die Quid pro Quo CD, mit der In Extremo erfolgreich auf Tour ging und die traditionellen Stücke unter das Volk brachte. Damit erreichten Sie wieder Platz 1 der deutschen Charts. 2017 sind sie mit der Quid Pro Quo Hallentour unterwegs und erobern die Herzen der Fans. Eine grandiose Show, großartige Songs und eine bezaubernde Stimmung zog sich bisher durch jedes ihrer Konzerte. Auf dem Summer Breeze Festival spielten Sie ihr mittlerweile 1000ste Konzert. Am Freitag den 22.12.2017 fahren Sie in Hamburg groß auf und werden das Publikum mit Dudelsäcken, Trommeln und Gesang einheizen. Ich bin schon sehr gespannt!

Leider musste auch ich mich entscheiden, zu welchem Konzert ich nun gehe. Eine Entscheidung, die mir wirklich nicht einfach gefallen ist, wirklich schade, dass die Uridee beide Bands zu vereinen nicht geklappt hat. Nun verpasse ich die grandiosen Fiddlers Green und widme mich ganz dem Klang und der Stimmung von In Extremo und bin gespannt, wie sehr sie mich verzaubern können.

~ Dely

Websites der Bands:
www.fiddlers.de
www.inextremo.de

Die Quid Pro Quo Hallentour 2017 mit Fiddlers Green als Vorband geplant:
27.12.2017 – Frankfurt – Batschkapp
28.12.2017 – Erfurt – Thüringenhalle
29.12.2017 – Leipzig Haus – Auensee
30.12.2017 – Köln – Palladium

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Ein Konzert der Extraklasse in der Grossen Freiheit 36: Versengold

Am 26.10.2017 stoppten Versengold in Hamburg in der Großen Freiheit 36, nachdem sie bereits im Saturn  einiger Songs beim kostenlosen Konzert  Monate zuvor zum Besten gaben, stand es außer Frage, dass dieser Abend großartig werden würde. Und das wussten auch die Fans. Ab 18 Uhr begann der Einlass, doch da standen die Fans schon in langer Reihe vor der Location, um sich einen guten Platz zu sichern, dies war auch nötig, denn die Konzerthalle war ausverkauft und sehr gut gefüllt.

Zuerst heizte die Vorband dArtagnan mit folkiger Musik ein und dann folgte Versengold und die Menge war nicht mehr aufzuhalten. Natürlich wurden viele Songs der neuen CD Funkenflug präsentiert aber auch einige bekannten Highlights wie „Paules Beichtgang“ und „Immer schön nach unten treten“. Nach einem Zwischenauftritt  des Didgeridoos von dArtagnan wurde das Konzert mit einem Auftritt von Versengold und der kompletten Vorband bei „Ich und ein Fass voller  Wein“ beendet. Ein gelungenes Konzert, was hinterher in die bekannte MittelalterParty „Labyrinth“ überging und wo die Fans noch bis morgens um 6 tanzten, feierten und das Gefühl des Konzerts durch die Nacht trugen.

Ich freue mich schon auf das nächste Konzert, welches ich mit so großartigen Fans und solch Stimmungsmachenden Bands erleben darf.

~Dely

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Bier – Met – Musik und Tanz: Das fette Ö!

Trotz der schlechten Wettervorhersage fanden sich am Wochenende vom 1.-2. September 2107 hunderte Fans der Mittelalter- und Fantasie-Szene in Öjendorf auf dem MPS ein und sie wurden mit Sonnenschein und fröhlichen Klängen der Bands empfangen. Versengold, Knasterbart, Mr. Hurley und die Pulveraffen, SaMo, The Dolmen, Ye banished Privateers und viele mehr machten das MPS zum größten, lautesten und buntesten der Saison. Gaukler Zauberer, Artisten, Stelzentheater, das Ritterturnier, das Feuerspektakel und diverse weitere Shows boten so viel Abwechslung in zwei Tagen, das man es gar nicht schaffte, das volle Programm auszukosten.

Wie immer startete das MPS mit der Morgenmesse an beiden Tagen, wo die über 60 Herrlager aufliefen und kaum Platz fanden, um sich dem Volke zu präsentieren, da der Platz eine solche Menge kaum zu fassen vermochte. Somit mischten sich die Herrlager unter das Volk und stimmten diese zur Begrüßung ein. Nach einer kurzen Marktrunde fand ich mich mit meinem Partner auf dem Kampfplatz ein, denn wenn die Ritter ihre Pause machten wurde der Platz für den mittelalterlichen Markttanz genutzt. Nach einem 30minütigem Workshop, wo alle drei Tänze kurz erklärt wurden, ging es dann über zum Markttanz mit Musik für die Besucher. Nur ein paar kleine Fehler wurden während der „Aufführung“ gemacht, ansonsten wirkten die Tänze schön fließend. Auch der Innenkreis, welcher von den Erfahrenen Tänzern gebildet wurde, tanzte flüssig in die andere Richtung und kam nicht durcheinander. Wer Interesse am mittelalterlichen Leben hat und zugleich gerne tanzt, sollte sich diesen Workshop mit Aufführung nicht entgehen lassen. Sehr viel gute Laune und Spaß ist hier sicher.

Da der Markttanz wie so oft von der Sonne begleitet wurde, ging es nach einer neuen Runde über den Markt direkt zur nächsten Schänke, um ein erfrischendes Kirschbier zur Abkühlung zu trinken. Im Sonnenschein und Barfuß konnte die Atmosphäre gleich doppelt genossen werden und es gab genug Plätze, wo die Besucher der Musik lauschten, sich ausruhten und den Tag genossen. Der Strohspielplatz und das Bällebad wurden sowohl von spielenden, lauten und sich amüsierende Kindern aufgesucht als auch von Jugendlichen und Erwachsenen, welche sich in ihre Kindheit zurückversetzt fühlten. So konnte man Jung und Alt ausgelassen, albern und ohne Regeln spielen sehen.

Zum Nachmittag hin zeigten die Herrlager sich in ihrer vollen Größe und Pracht beim Marktumzug, wo alle Lager vertreten waren und der Herrlagerumzug von einer Seite des Marktes quer über den Marktplatz bis zum Ende ging und nicht enden zu vermochte. Wer zu diesem Zeitpunkt mal eben schnell von einer Bühne zur nächsten wollte, musste den Umzugs mindestens zweimal durchqueren. Denn allein die Lager SSK und Rhodebrandt zogen jeweils mit mehr als 40 Lageristen unter ihrem Banner mit. Nach knapp 2,5 Stunden endete der Herrlagerumzug ebenfalls auf dem Kampfplatz unter jubelndem Applaus des Volkes.

Trotz ein paar Schauern hielt die Stimmung an, der Met und das Bier wurden ausgeschenkt, es wurde kräftig gefeiert und die Bands heizten richtig ein. Schade nur, dass man sich immer wieder entscheiden musste, wohin man ging. Fiddlers Green oder Knasterbart? Faun oder SaMo?  Um sich auf die Schnelle orientieren zu können und rechtzeitig zur richtigen Bühne zu kommen, gab es dieses Mal an jeder der 5 Bühnen einen großen MPS Heliumballon, der mit einer anderen Farbe tags und nachts die Bühne für alle auf weite Entfernung sichtbar machte. Eine großartige Idee, denn die Ballons waren auch beleuchtet.

Gegen 1 Uhr wurde am Samstag nach dem Pestumzug der Herrlager das Volk gebeten, sich auf den Heimweg zu machen und für die Herrlager begann das Nachtleben. Die Lagerfeuer brannten langsam aus und erhellten noch lange die Nacht und die Schausteller gesellten sich für das ein oder andere Bier zueinander, plauschten und feierten noch ausgelassen. Was ein tolles Fest! Doch schon am nächsten Tag im Morgengrauen sollte es für diese weiter gehen….

Ich finde es immer wieder schön, das MPS in Öjendorf zu besuchen, wobei ich es mittlerweile fast zu groß finde. Die Piratenbühne konnte ich zeitlich leider nicht besuchen und auch einige Stände waren so weit abgelegen, dass es kaum möglich war sie alle zu durchstöbern und ihnen genug Aufmerksamkeit zu geben. Zum Ablenken und zur Ruhe kommen ist es jedoch noch immer ein wunderbarer Ort. Die Handys und Termine können vergessen werden und einfach in den Tag hineingelebt werden, ganz so wie es im Mittelalter der Fall war. Wunderbar, um einfach aus dem Alltag zu verschwinden und etwas Energie und Kraft zu tanken.

Ich freue mich schon auf Hohenlockstedt, welches wohl mein persönliches Abschluss MPS der Saison 2017 wird. Schon jetzt bin ich gespannt, wen ich auf diesem Markt alles antreffe und wer mich sowohl beim Markttanz als auch vor der Bühne aufsucht, um den Alltag weg zu tanzen und das Gefühl der Unbeschwertheit und Freiheit zu genießen.

 

~ Dely

Zur Website: MPS Öjendorf 

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Funkenflug in Hamburg am 20.10.2017

In wenigen Wochen ist es soweit: Versengold kommt erneut nach Hamburg um sein Album Funkenflug zum Besten zu geben. Erst vor kurzem ließen sie den Boden im Saturn Hamburg (Innenstadt) beben. Dort heizten sie hunderten Fans bei einem exklusiven Konzert  kostenlos ein und machten neugierig auf mehr Versengold.

Noch gibt es einige Resttickets, wer sich das Konzert am 20.10 in der Grossen Freiheit 36 in Hamburg nicht entgehen lassen möchte, der sollte sich nun noch schnell eines der letzten Tickets sichern.  Denn erfahrungsgemäß ist jedes Versengoldkonzert in Hamburg ausverkauft. Ab 18 Uhr öffnen sich die Konzerttüren und die Fans dürfen hineinströmen.

Das neue Album Funkenflug beinhaltet viele nachdenkliche Balladen, aber auch fröhliche Partysongs, die schon auf einigen Mittelalterfestivals zum Ausrasten der Fans geführt haben. Schnell kannte das Volk die Texte von „Samheim“ und „Funkenflug“. Aber auch die erste Single des Albums “Haut mir kein Stein“ war schnell verbreitet, ein Song, der darum handelt den Tod mit Freude zu verarbeiten und darin etwas Positives zu sehen. Auf dem Grab zu tanzen anstatt zu trauern und die Wünsche des Toten zu berücksichtigen.  Dagegen sind die zwei Songs „Verliebt in eine Insel“ sowie „Solange jemand Geige spielt“ solch fröhliche aufheiternde Lieder, das man sofort anfängt zu tanzen, sich im Kreise zu wirbeln und nicht mehr aufhören mag. Daneben gibt es noch viele weitere großartige Stückeauf die sich am Freitag den 20.10.2017 in Hamburg gefreut werden darf. Seit also gespannt und ergattert noch eines der letzten Tickets, wenn ihr noch keines habt und euch das Spektakel nicht entgehen lassen möchtet.

Danach wird in der Grossen Freiheit 36 die Afterparty für Mittelalterfans stattfinden, wo die besten Songs von Versengold den Fans und allen anderen die Nacht versüßen werden.

~Dely

Zur Website: Versengold

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